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Finanzielle Förderung für berufliche Weiterbildung

Finanzielle Förderung für berufliche Weiterbildung

Erwachsenenbildung und Betriebliche Weiterbildung sind für die Zukunft des Standorts Deutschland wesentlich und werden daher entsprechend mit staatlichen Mitteln unterstützt. So fördert der Staat Teilnehmern eines Lehrgangs die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren. Im Folgenden stellen wir die wesentlichen staatlichen Förderungen und Finanzierungsmöglichkeiten in der Beruflichen Weiterbildung vor.

Möglichkeiten der Förderung gibt es viele, oft in Abhängigkeit von Alter und Leistungen, manche werden in Form von Darlehen, andere als Stipendien ausgegeben. Die wichtigsten sind:

Vom Meister- zum Aufstiegs-BaföG Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG)

Seit dem 01.08.2016 gilt die neue Änderung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBGÄndG), damit wird aus dem bekannten “Meister-BaföG” das neue “Aufstiegs-BAföG”. Für die Praxisstudiengänge mit IHK-Prüfung, die mindestens 400 Unterrichtsstunden (UStd.) umfassen, gibt es einen einkommens- und vermögensunabhängigen finanziellen Zuschuss für Lehrgangs- und Prüfungskosten. Dieser Zuschussanteil hat sich nun von 30,5 Prozent auf 40 Prozent erhöht. Ebenfalls wurde der mögliche Erlass des restlichen Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungskosten bei Bestehen der Prüfung von 25 auf 40 Prozent erhöht. Lehrgangsteilnehmer des VFB können diesen beim kommunalen Amt für Ausbildungsförderung beantragen, sobald der Lehrgang, zu dem sie angemeldet sind, startet.

Wie beantrage ich Aufstiegs-BaföG?

Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://www.aufstiegs-bafoeg.de/

Weiterbildungsstipendium

Finanziell gefördert werden können, junge Fachkräfte nach der dualen Ausbildung, welche jünger als 25 Jahre sind, weniger als drei Jahre Berufspraxis besitzen und besondere Leistungen in Ausbildung und Beruf (z.B. Berufsabschlussprüfung besser als „gut“) nachweisen können. Für Förderanträge und Beratung ist die Stelle zuständig, vor der die Berufsabschlussprüfung abgelegt wurde.

Weitere Informationen auf https://www.ihk-muenchen.de

Steuerliche Förderung

Die Aufwendungen für Weiterbildungsveranstaltungen können bei der Lohn- bzw. Einkommenssteuererklärung als Werbungskosten geltend gemacht werden, sofern die Kosten nicht anderweitig erstattet werden. Weitere Auskünfte erteilt das Finanzamt.

Fachkursförderung

Eine Vielzahl der IHK-Lehrgänge und Workshops wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

Förderfähig sind:

  • Beschäftigte aus Unternehmen, wobei entweder der Beschäftigungsort oder der Wohnort der Teilnehmenden in Baden-Württemberg liegen muss
  • Unternehmer, Freiberufler sowie Existenzgründer in Baden-Württemberg, die ihren Unternehmenssitz oder Wohnsitz in Baden-Württemberg haben
  • Gründungswillige, die in Baden-Württemberg wohnhaft oder beschäftigt sind
  • Wiedereinsteiger, die in Baden-Württemberg wohnhaft sind.

Nicht förderfähig sind:

  • Beschäftigte von Bund, Ländern und kommunalen Gebietskörperschaften.

Höhe des Zuschusses:

Der Zuschuss wird gewährt als Projektförderung in Form einer Anteilsfinanzierung in Höhe von – 30 % der zuschussfähigen Teilnahmegebühren bzw. – 50 % der zuschussfähigen Teilnahmegebühren für Teilnehmende, die mindestens das 50. Lebensjahr vollendet haben. Weitere Infos unter www.esf-bw.de

Hinweis: Eine Fachkurs-Förderung (ESF) ist nur bei Einmalzahlung möglich.

Bildungsgutschein / AVGS der Agentur für Arbeit

Bei förderfähigen Personen können die Lehrgangsgebühren zu 100% über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit übernommen werden. Die Arbeitsagentur am Wohnort des Antragstellers entscheidet nach einem Beratungsgespräch, ob eine Förderung mittels des Bildungsgutscheins infrage kommt. Das rotros Bildungszentrum gehöret zu den Bildungsträgern, die – entsprechend der AZAV – zur Annahme von Bildungsgutscheinen berechtigt sind. Für einige Weiterbildungslehrgänge kann bei der Agentur für Arbeit die Übernahme der kompletten Lehrgangskosten beantragt werden.

Weitere Informationen auf www.arbeitsagentur.de